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Das war die 1. Stuttgarter Buchmesse

  • Autorenbild: tamaraschreiberling
    tamaraschreiberling
  • 9. März 2024
  • 5 Min. Lesezeit


Am 9. März 2024 fand die erste Stuttgarter Buchmesse statt. Und da ich bequem in nur zwei Stunden mit dem Zug in Stuttgart bin, konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Deshalb war ich natürlich vor Ort. Es gab Einiges, was mich vollkommen überrascht hat. Und auch ein paar Bücher habe ich dort eingekauft. Hier erzähle ich euch von der Messe.


Ich hatte tatsächlich erst Anfang des Jahres durch Zufall überhaupt erfahren, dass diese Messe existiert. Über Instagram. Die Veranstalter hatten keine wirkliche Werbung gemacht, trotzdem ging das Ganze wohl ziemlich schnell in der Bookbubble um - was ich dann allerdings erst vor Ort erfahren hatte.

Die Anfahrt

Ich hatte also am Morgen der Messe meine Mutti geschnappt, ja, sie war meine Begleitung, und bin in den Zug gesprungen. In Stuttgart dann wieder festen Boden unter den Füßen und direkt erstmal die U-Bahn gesucht. Wer in den letzten Jahren mal am Stuttgarter Hauptbahnhof war, weiß, was für eine Katastrophe dieser Ort aktuell ist. Die richtige Linie hatten wir gleich gefunden. Wir standen allerdings auf der falschen Seite und wären in die falsche Richtung gefahren, wenn ich nicht nochmal nach dem Fahrplan geguckt hätte. Also schnell zur richtigen Seite und dann gings auch schon weiter. Es sind einige Haltestellen und einige Minuten, bis man vom Hauptbahnhof bei der Schwabenlandhalle in Fellbach ankommt, wo die Messe statt fand. Wie nicht anders zu erwarten war die U-Bahn auch schon voll mit Bookies, die alle das gleiche Ziel hatten: die Stuttgarter Buchmesse.

Erst mal rein kommen...

Der Weg war super ausgeschildert und man fand den wirklich sofort. Es wurde ein Seiten- oder Hintereingang benutzt, da nicht die gesamte Halle für die Messe gebucht war.

Gleich noch im Vorfeld: es gab die Option bereits vor der Messe Tickets zu kaufen. Mit 10 Euro pro Person auch wirklich nicht teuer. Die Veranstalter hatten aber kein richtiges Ticketportal, wodurch die Bestellung umständlich hätte eingereicht und per PayPal überwiesen hätte werden müssen. Erst ein paar Tage später fand man dann das Eintrittzticket im Mailpostfach. Deshalb hatte ich mit meiner Mutter entschieden, dass wir vor Ort an der Tageskasse Tickets kaufen würden - ebenfalls eine Option.


Dementsprechend haben wir und also an der Tageskasse angestellt. Die Messe öffnete offiziell um 10 Uhr, wir waren - durch das kleine U-Bahn Problem - kurz danach dort. Die Schlange an der Tageskasse war vor uns nicht allzu schlimm. Wir haben aber schon beim Anstehen gesehen, wie voll die Messe bereits war. Als wir dann nur noch zwei Personen vor uns hatten, hieß es plötzlich: "Es darf niemand mehr rein!". Ja super. Die Location war vollkommen überlastet, aus Sicherheitsgründen durfte niemand mehr rein, bis ein Schwung die Halle wieder verlassen hatte. Das kann bei Buchmessen schon eine Weile dauern... Wir waren zu dem Zeitpunkt wirklich am Überlegen, wieder zu gehen und satttdessen einen Stadtbummel zu machen, wenn wir schon so weit gefahren waren. Es heiß aber von den Veranstaltern, dass die Wartezeit nicht allzu lange sein würde, und sie - laut ihren Vermutungen - in spätestens 10 Minuten wieder ein paar Leute rein lassen könnten. Und da wir in der Shlange quasi ganz vorne standen, hatten wir uns dann doch entschlossen, einfach mal abzuwarten.


Und tatsächlich: nach ca. 15 Minuten ging es weiter. Wir konnten unsere Tickets bezahlen, haben einen Buchstempel auf die Hand bekommen - als Nachweiß, dass wir Eintritt gezahlt hatten und auch wieder rein gekommen wären, wenn wir das Gebäude zwischen drin verlassen hätten - und durften uns ins Getümmel stürzen. Und das beschreibt die Situation eigentlich ganz gut...


Es war VOLL.

Joa... Schon mal auf der Leipziger Buchmesse am Samstag oder Sonntag in einer Masse stecken geblieben? Oder generell in einer großen Menschenmenge unterwegs gewesen? So war wirklich die gesamte Messe. Hier mal ein kleiner Eindruck, den ich fotografieren konnte, als wir uns nach einem Rundgang aus der Masse wieder befreit hatten. Da hatten wir mitten drin gesteckt. Eindeutig nichts für schwache Nerven - oder jemanden mot Platzangst. Oder Angst vor Menschenmassen.


Man sieht nur Köpfe. Eine Menge davon. In der Menge sah man kaum einen Stand.
Man sieht nur Köpfe. Eine Menge davon. In der Menge sah man kaum einen Stand.

Das Geile ist natürlich, dass die Messe trotz so weniger Werbung so extrem gut besucht war. Und das direkt nach Messeeröffnung! Eine der Verantwortlichen hatte an der Tageskasse, während wir gewartet hatten, auch mit jemandem darüber geredet, wie überrascht sie darüber ist, dass überhaupt so großes Interesse an Büchern besteht. Sie war der Meinung, dass Lesen vollkommen aus der Mode geraten war. Das ist also der beste Beweiß dafür, dass das absolute Gegenteil der Fall ist. Man sieht es auch bsw. auf Social Media - gerade auf Instagram und TikTok - wie viele junge Menschen sich wieder für dieses tolle Hobby begeistern. Aber das ist ein vollkommen anderes Thema.


Was für mich bei Messen dazu gehört, ist Leute zu treffen. Vor allem die Autor*innen. Und ihre Bücher kennen zu lernen. Oder zumindest zu sehen... Bei den Massen und den schmalen Gängen könnt ihr euch wahrscheinlich schon denken, wie gut das geklappt hat - nämlich gar nicht. Das fand ich wirklich super schade! Das ist auch mitunter der Grund dafür, dass ich so gut wie gar keine Fotos habe machen können. Ständig nur Massen fotografieren, ist halt langweilig. Für uns alle. Stände, Fotos mit Autor*innen und co. waren einfach nicht drin. Ich hab nur deshalb überhaupt Bücher für mich entdecken können, weil ich im Vorfeld bereits die Ausstellerliste genaustens durchgegangen bin. Ich hab mir alle Aussteller*innen angeguckt. Diejenigen, die mich interessiert haben, habe ich mir genauer angeguckt. Vor allem eben deren Bücher. Und so hatte ich eine kleine aber Feine Einkaufsliste parat. Als ich dann aber in der Menge stand, war ich mir sicher, nicht eines entdecken zu können und mit leeren Händen wieder heim zu gehen. Ich hatte nämlich mit meiner Mutter abgemacht, dass wir uns einmal durch die menge schlängeln, und dann in die Stadt gehen würden. Ich hab absolut kein Problem mit Menschenmassen, aber das wäre dann auch mir auf längere Zeit einfach zu viel geworden.


Überraschenderweise habe ich aber trotzdem alle Bücher gefunden, die ich kaufen wollte! Und ich habe alle signieren lassen können. Alleine dafür war es das allemal wert. Es war zwar wirklich alles andere als einfach, an einen Stand zu kommen, sobald ich den entdeckt hatte, dort irgendwie an meinen Geldbeutel zu kommen und zu zahlen, aber es hat funktioniert. Dies ist meine kleine Ausbeute ❤️




Die Schlange vor der Halle

Während wir also mitten in der Schlacht steckten, wurde die Schlange vor der Halle immer und immer länger. Die Veranstalter machten dann zwischen drin Durchsagen, dass keiner mehr rein durfte, und die Leute nur in Wellen rein gelassen werden konnten. Als die Schlange dann immer länger und die Wartezeiten entsprechend auch viel länger wurden, kam noch eine Durchsage. Die Aussteller*innen wurden dazu eingeladen, Standhelfer mit Goodies (Lesezeichen, Postkarten, Leseproben und co.) auszurüsten und die Menge vor der Halle zu unterhalten. Ich hab dann von anderen, die in der Schlange standen, gehört, dass das die Wartezeit um einiges besser gemacht hat. Wahrscheinlich haben die Leute dort draußen wesentlich mehr Bücher kennen gelernt, als die in der Halle 😅 Ich habe einen kleinen Clip drehen können, als ich die Messe verlassen habe. In meinem Insta-Highlight zur Messe ist die drin. Da hab ich auch halbwegs versucht, live von der Messe Updates zu schicken.



Mein Fazit

Voll. Ich glaube, mehr brauche - und kann - ich nicht dazu sagen. Ja, es ist cool, dass die Messe trotz der wenigen Werbung so extrem gut besucht war. Ich hab mich auch gefreut, dass ich all meine Bücher bekommen habe und sie auch signieren lassen konnte. Aber es war einfach zu voll. Man konnte mit niemandem ins Gespräch kommen, neue Bücher kennen zu lernen war absolut unmöglich. Man konnte sogar kaum an die eigene Tasche kommen, um zu zahlen, wenn man doch ein Buch entdecken konnte.


Dennoch hoffe ich, dass die Messe nächstes Jahr wieder statt findet. Süddeutschland braucht eine Buchmesse - und der Andrang ist der beste Beweis dafür. Gerüchten zufolge soll die Messe nächstes Jahr auch tatsächlich wieder statt finden. Hoffentlich dann auf mehr Fläche und besser organisiert.


Aber ich werde auf jeden Fall wieder hin fahren, wenn sie statt finden sollte.





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